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Dienstag, 13. September 2016

Wir "spirituell Obdachlosen"

Seit ich etwa 20 war, führe ich ein spirituelles Nomadenleben. 

Meiner Zeit am Gymnasium folgten Jahre, in denen ich mich nicht als gläubig bezeichnet hätte. Ich hatte die Nase voll von einer Kirche, die vor allem Normen und Regeln verkörperte, und von einem Gott, den ich nicht hörte, geschweige denn verstand. Mitte zwanzig gab ich ihm nochmal eine Chance - aber ohne den ganzen Ballast von Gemeindealltag, christlichen Lebenshilfe- und Andachtsbüchern und vor allem ohne den Druck, mir das Label "Christin" anzukleben. 

Langsam fand ich wieder zu einem Glaubensleben. Es ist nicht mehr das gleiche wie zuvor - zum Glück: Ich habe die Freiheit, auf dem Weg zu sein und herauszufinden, was der Glaube für mich bedeutet. Ich sehe ihn als Prozess und nicht als Dogma. Ich teile mein Leben mit Menschen, mit denen ich diskutiere. Mit manchen bete ich auch. Manchmal besuche ich in die Kirche vor Ort, der ich sogar als Mitglied beigetreten bin. Aber meine "Kirche" ist ein Netzwerk von Menschen, die sich an völlig unterschiedlichen Orten befinden.

Viele aus meinem Freundeskreis haben eine ähnliche Geschichte. Ihr habt Enttäuschungen erlebt in Kirchen, habt Zweifel an Gott und Mühe mit vielen von den Leuten, die sich in der Öffentlichkeit als Christen positionieren. Und trotzdem ist da etwas, was euch nicht loslässt an dieser Sache mit Gott. Im englischsprachigen Raum nennt man uns "De-Churched", "Entkirchlicht"; oder "spiritual homeless", "geistlich Obdachlose". Menschen mit einem "Post-traumatic Church Syndrome" (Reba Riley) trifft es auch ganz gut.

Die Feuerstellen, die uns "spirituell Obdachlosen" wärmen, und die Gassenküchen, in denen wir uns treffen und Nahrung bekommen, befinden sich vor allem im Internet. Es sind in den letzten zwei Jahren einige Podcasts für Leute wie uns entstanden ("The Liturgists", "Red Letter Christians", "The Deconstructionists", "Homebrewed Christianity"). Dass ihre Hörerzahlen in kürzester Zeit explodiert sind und die Macher völlig überrumpelt wurden von der Resonanz, zeigt, wie gross diese Minderheit der "De-Churched" ist. Auch etablierte Kirchen begreifen es langsam: Sie machen sich auf den Weg aus den Kirchengebäuden heraus, um Menschen dort zu begegnen, wo sie sind (Fresh Expressions of Church). Ohne den Willen, sie zurück in die Kirchengebäude zu bringen.

Es sind einzelne Beispiele für eine "grass roots"-Bewegung, die langsam in Gang kommt. Raus aus den Kirchen, aus den etablierten Traditionen, in Richtung einer neuen Reformation. Ich glaube, das ist die Zukunft der Kirche. Und wenn man bedenkt, dass auch der Gründer dieser ganzen Christentums-Sache ein Obdachloser war, der ein Nomadenleben führte, ist das wohl der richtige Weg.

Dienstag, 14. April 2015

Lohnt es sich, für Veränderung zu kämpfen?

"Starke Frauen in der Kirche", heisst mein Blog. Doch momentan besuche ich selber gar nicht regelmässig eine Kirche.

Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich länger keinen Blog-Eintrag veröffentlicht habe. Ich stelle mir die Fragen: Wenn so vieles meiner Ansicht nach falsch läuft in der Welt der Kirchen, warum überhaupt kämpfen? Wenn ich nicht an die Zukunft von Kirchen glaube, wie ich sie heute kenne, warum investieren? Dabei ist die ungleiche Machtverteilung von Männern und Frauen nur ein Aspekt. Dass ich überhaupt darauf komme, von "Macht" zu sprechen anstatt von Förderung und Potenzial, zeigt einen anderen Punkt auf, der mir an der Kirche missfällt. Dann die Frage nach Finanzen, nach Strukturen, die Ressourcen verschlingen, die man direkter für gute Zwecke einsetzen könnte. Strukturen im Allgemeinen - braucht es tatsächlich so viele Angebote, wie sie die Kirchen anbieten? Sie füllen die Agenda und gehören zum Werben um neue Besucherinnen und Besucher. Und das geschieht vielleicht nur unter dem Vorwand, sie mit dem liebenden Gott bekannt zu machen. Und manchmal auch vor allem, um Mitglieder zu gewinnen, um Erfolge feiern zu können, das Ego der Gemeinde zu streicheln. 

Dies sind alles negative Beispiele, die gewiss so geschehen. Aber die mir oft auch den Blick auf die positive Seite von Kirche verdecken. Dass einsame Menschen Freunde finden, und Suchende Gott kennen lernen können. Dass Menschen durch die regelmässigen Impulse an sich und an der Gemeinschaft arbeiten. Dass sie immer wieder motiviert werden, sich für andere einzusetzen. Die sozialen, diakonischen Arbeiten der Kirchen etwa für Ausländer und alte, alleinstehende Menschen nicht zu vergessen. 

Ich bin hin- und hergerissen zwischen diesen positiven, auch biblischen Seiten der Kirchen, und den Problemen, die ich beobachtet habe. Wahrscheinlich befinde ich mich "between churches". Ich suche, wie so viele meiner Freunde, geistliche Impulse in Podcasts und "Gemeinde" in den alltäglichen Freundschaften. Doch obwohl ich überzeugt bin, dass dies kein falscher Weg ist, fehlt mir etwas.

Ich wünsche mir eine Kirche, die gesund ist. Wo die Frage sich erübrigt, ob Frauen irgend etwas auch "dürfen". Aber auch die anderen Fragen. Und ich frage mich, ob es diese Kirche überhaupt gibt. 

Im Gespräch mit Freunden kürzlich fiel der Vergleich mit einer Beziehung: Den perfekten Partner gibt es nicht. Wir sind Menschen, wir machen nicht nur Fehler, wir sind auch einfach grundsätzlich verschieden, und das macht das Zusammenleben schwierig. Trotzdem wollen wir Beziehungen. Wollen wir Gemeinschaft. Aber: Eine Beziehung baut auf einem grundsätzlichen "Ja" zueinander auf. Und wahrscheinlich braucht es das auch, um sich in einer Kirche als Mitglied einzubringen. Hat man kein grundsätzliches "Ja", stimmt zu vieles schon von Anfang an nicht, dann überwiegt schlussendlich der Krampf über den Gewinn von Gemeinschaft. 

Diese Kirche habe ich noch nicht gefunden. Bis dahin suche ich mir Impulse aus anderen Quellen. Suche Gemeinschaft mit Menschen ausserhalb der Kirche. Mit starken Frauen und weniger starken Frauen, und mit ebensolchen Männern. Genau so, wie es eigentlich auch in der Kirche sein sollte.

Freitag, 27. Februar 2015

It's all in your head

Als Pastorentochter weiss ich, wie das Leben einer Pfarrersfrau aussieht. Nur so viel: Man muss gut Nein sagen und Kritik aushalten können, oder arbeitet (notabene unbezahlt) mindestens 50% mit. 

Zumindest bei den Pfarrersfrauen in der Generation meiner Mutter wurde das auch so erwartet. Heute sieht es hoffentlich anders aus. Und nicht nur das. Heute stellt sich auch die Frage, wie es sich eigentlich umgekehrt verhält: Wenn die Frau Pastorin ist. 

Screenshot mafemmeestpasteure.ch

Die neue Webserie "Ma femme est pasteure" aus der Romandie behandelt genau diese Frage. "Ich habe mich", sagt Thomas, "in ein Mädchen verliebt, die Beyoncé sein wollte, die nebenbei im Thai-Restaurant jobbte, ans andere Ende der Welt reiste und eher sozialistische (wenn nicht kommunistische) Ideen hatte. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal mit Gott im Bett sein würde..." 

Realsatire pur: Er möchte sie abends im Bett für sich haben, während sie sich lieber noch Notizen für ihre morgige Predigt hat. Er verteilt in der Kirche noch schnell die Sitzkissen, sie testet das Mikrofon für den Gottesdienst. Ganz selbstverständlich gehört er dazu, obwohl man ihn gar nie gefragt hat... 

Lange wurden wohl auch die vielen Pfarrersfrauen in der Schweiz nicht gefragt. Sondern man stellte den Pastor sozusagen "+1" an, ging davon aus, dass das Ehepaar die Arbeit für die Kirchgemeinde als geteilte Berufung ansah. Vielleicht ist es auch in einigen Fällen so - aber so selbstverständlich? Vor allem bis Mitte des letzten Jahrhunderts nahm die Frau Pfarrer gegen aussen auch eine moralische Vorbildfunktion ein, weil sie ständig unter Beobachtung stand. 

Witzig, dass nun eine zeitgenössische Webserie dies thematisiert und auf die Schippe nimmt. Und witzig, wie absurd es wirkt, wenn ein Mann seine Frau in ihrem Beruf praktisch unterstützt, weil wir es uns einfach andersrum eher gewohnt sind und wir Frauen uns heute gegen diese Selbstverständlichkeit wehren: "Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau" - und umgekehrt?

Die erste Episode ist heute online, die anderen sollen ab 4. März folgen. Geplant sind 20 Folgen à 2 Minuten. Mitproduziert übrigens von der reformierten Kirche Genf und Waadt.

Et voilà! http://www.20min.ch/ro/entertainment/dossier/femmepasteure/story/Un-mari-exploite-par-une-religieuse-14280367 

Update: Mein Beitrag dazu - mit einem echten Pfarrerinnen-Mann - auf lRadio Life Channel.

Hier noch ein Interview mit den Machern Caroline und Victor Costa, bei ref.ch. 

Zum Thema passt übrigens glänzend dieser Blogeintrag: "Werkzeugkasten".

Mittwoch, 25. Februar 2015

Frauen, Business und das Glück

Mit den Gratis-Zeitschriften am Flughafen ist es so eine Sache. Es hat nie genau die, die ich mag. Die "Cosmopolitan" ist mir zu sexlastig, "Shape" habe ich nach 5 Minuten durch, die Luxusmagazine und Wirtschaftszeitschriften interessieren mich nicht besonders. Die "Tageswoche" mag ich! Und dann gibt es noch eine andere Ausnahme, die ich vor einigen Jahren entdeckt habe: Ein Magazin im Zeitungsformat, in schwarz-weiss und rosa (!): "Girl's Drive"

http://girlsdrive.ch

"Girl's Drive" ist die kleine Schwester von "Ladies Drive", einem ungewöhnlichen Frauenmagazin: Business, Frauen und Autos. Beide Zeitschriften geben Frauen bzw. Studentinnen Tipps, wie sie ihre Karriere so verfolgen können, dass sie Erfolg und Befriedigung bringt. Wie Mentoring helfen kann, wo man sich durchsetzen muss und wo nicht, wie man zu einem Praktikum im Ausland kommt und wie man sich dort verhält. Es gibt Interviews mit Unternehmerinnen und Politikerinnen darüber, was ihnen wichtig ist, wie sie ihre Karriere geplant haben, was ihre Ziele sind und was ihnen hilft, diese zu verfolgen.

Auch schon habe ich Artikel in "Girl's Drive" gelesen und mir gedacht: Dieser Zug ist für mich abgefahren. Da werden 22-Jährige porträtiert, die karrieremässig schon mehr erreicht haben als ich mit 31. Die auf der Überholspur leben, das richtige studieren, ihre Freizeit strategisch richtig einsetzen, sich in die richtigen Netzwerke einknüpfen. Manchmal deprimiert mich das, auch wenn ich eigentlich glücklich bin, dort, wo ich bin, und weiss, wo ich noch hin möchte. In der aktuellen, ganz frischen Ausgabe gibt es jedoch genau dazu einen Artikel des VWL-Professors und Glücksforschers Mathias Binswanger: Er schreibt darüber, wie man mit dem ganz natürlichen Drang, sich mit anderen zu vergleichen, umgehen kann. 

Meine These ist ja, dass die Perspektiven für Frauen in der Kirche ähnlich eingeschränkt sind und der Weg in eine Leitungsposition ähnlich schwierig wie für Frauen in der Wirtschaft. Deswegen lohnt es sich, in "Girl's Drive" und "Ladies Drive" zu stöbern, auch wenn die Werte und Lebenshaltungen manchmal anders sind als diejenigen, die Gott gibt. Jesus predigte, dass man genau so viel wert ist, wenn man in den Augen der Menschen ein Verlierer ist, wie wenn man eine Top-Karriere hinlegt. Trotzdem: Wer die Lust spürt, Ziele zu verfolgen, den Willen, die eigene Berufung zu leben, stetig dazu zu lernen und an sich zu arbeiten, könnte die beiden Frauenmagazine mögen. 

Tipp: Anstatt die online zur Verfügung stehenden Artikel auf der Website von "Girl's Drive" zu lesen, sich für die PDF-Ausgabe registrieren. Ist viel gehaltvoller.

Dienstag, 17. Februar 2015

Aktuelle Web-Artikel Februar

God Conversations for Women (neue Blog-Serie von Tania Harris
"Each month there’ll be a post to reflect on and discuss as we consider what it means to be a godly christian woman. Our heart is to uncover God’s original vision when he cast both men and women in his image and commissioned them to steward the planet together (Genesis 1:26-27). It’s an exciting journey. Won’t you join us?"


This Is How Many Words Are Spoken By Women In The Bible (Antonia Blumberg, Huffington Post, 4.2.2015)
"There are 93 women who speak in the Bible, 49 of whom are named. These women speak a total of 14,056 words collectively -- roughly 1.1 percent of the total words in the holy book." 

"'Feminismus, fuck yeah!': Volles Haus bei 'Mittendrin'" (Naomi Gregoris und Livio Marc Stöckli, Tages-Woche, 12.2.2015)
«Warum brauchen wir Feminismus?», fragte Anne Wizorek gestern Abend in den vollen Rossstall der Kaserne Basel. Um die 100 Leute waren gekommen, um sich die Meinung der deutschen Feministin und Erfinderin des Hashtags #aufschrei anzuhören.

Sonntag, 15. Februar 2015

"More Than Pretty"

Frisch, echt und lesenswert: Der neue Blog "More than Pretty". Dort schreiben Frauen, die in der christlichen Szene Leitungspositionen innehaben, ehrlich aus ihrem Leben und ihren Erfahrungen. Wie es sich anfühlt, Familie und Leiterschaft zu kombinieren. Wie es als Single-Frau ist, die eigene Berufung treu zu leben. Wie Leiterschaft als Frau aussieht - hinter der Fassade, welche Erlebnisse herausfordern und welche ermutigen. Danke und Kompliment an Doris Lindsay und ihr Team für diesen tollen, positiven neuen Blog! 

www.morethanpretty.net

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Neues Online-Magazin "Propel"

Die australische Pastorin, Aktivistin ("A-21"-Kampagne gegen Frauenhandel) und international gefragte Rednerin Christine Caine hat ein neues Eisen im Feuer: Das Online-Magazin "Propel - Women Who Lead". 

www.propelwomen.org
 
"Propel" ist ein englischsprachiges Online-Magazin, das sich an Frauen in Leitungspositionen richtet - an Powerfrauen wie Christine Caine selber. Titel passt: "to propel" heisst antreiben, motivieren. Das Magazin startet offiziell 2015, aber die Null-Ausgabe steht jetzt schon zum Download zur Verfügung. 

Für mich ist es eine tolle Mischung aus "Quitting is not an option" und "listen to God and to your heart" - die Haltung, die ich von Christine auch aus ihren Podcasts kenne. So viel authentischer und praktischer als die Philosophien der "Wohlstandsevangelisten", bei denen der Erfolg automatisch kommen soll, wenn man mit Gott lebt. Wozu auch harte Arbeit, Know-How, aber auch: Spass an der Arbeit? Sie verkörpert für mich eine Frau, die eine Berufung hat, diese kennt, und sich mit ihrer ganzen Leidenschaft dafür einsetzt. Das kommt auch im Magazin vor: Die Kernbegriffe "Passion", "Purpose" und "Potential" werden angetippt, aus der Sicht christlicher Unternehmerinnen und Kaderfrauen und mit biblischer Komponente

Ich lese Magazine zwar immer lieber offline als am Bildschirm und bin nicht begeistert vom Format über ISSUU. Abgesehen davon ist "Propel" aber interessant: ein attraktiv aufgemachtes Magazin mit eher kurzen Artikeln, Erfahrungsberichten von Unternehmerinnen anstatt zu vielen konkreten "So wird's gemacht!"-Tipps. Dann gibt's Kurzinterviews zum Thema Leiterschaft. Dazu ein Artikel mit statistischen Fakten zu den verschiedenen Lebensbereichen von Frauen (Studie für das Buch "Wonder Women", hab ich aber noch nicht gelesen).

Besonders angesprochen hat mich "Three Things I Would Tell My 20-Year-Old Self" von Carolyn Haggard. Zwar bin ich nicht mehr 20, aber da meine Karriereplanung natürlich noch nicht abgeschlossen ist, war der Artikel interessant. Vor allem zwei Punkte: 

1. Es gibt einen grossen Unterschied dazwischen, einen Titel zu besitzen, und Einfluss zu haben. Eigne dir lieber gezielt nützliche Kompetenzen an, anstatt den Fokus auf einen bestimmten Titel zu legen. Ich persönlich denke, beides schliesst sich nicht aus, aber es schadet nicht, sich die Chancen von Weiterbildungen und der Aneignung von Kompetenzen bewusst zu machen, die zu der angestrebten Position führen sollen.

2. Unterschied zwischen einem Lebenslauf (resume) und einem guten Ruf (reputation). Carolyn Haggard unterstreicht die Wichtigkeit, täglich professionell, engagiert, respektvoll zu arbeiten - zusammengefasst: die Wichtigkeit einer guten Arbeitsmoral. Für mich liegt der Wert da einerseits in der Authentizität und Vorbildfunktion einer Führungsperson. Andererseits glaube ich aber auch stark an Disziplin und Professionalität - auch als Teammitglied, um die anderen nicht hängen zu lassen. 

Beide Punkte gelten nicht spezifisch für Frauen. Wie auch viele der anderen Artikel in "Propel" nicht. Aber die Denkmuster von Frauen, eine gewisse Emotionalität, werden in dem Magazin auf konstruktive Weise aufgenommen, um Chancen und Strategien aufzuzeigen.

Ähnlich übrigens wie das Magazin "Ladies Drive" (Unterschied: dieses ist säkular, und auch offline erhältlich). 

Mittwoch, 20. August 2014

Gottes weibliche Seiten

Bild via http://inspire-magazine-online.blogspot.ch
 
Ich glaube, Gott steht über Kategorien wie "schwarz" und "weiss", "Frau" und "Mann". Zwar nennt ihn Jesus "Vater", und wenn ich so darüber nachdenke, tue auch ich das beim Beten. Im hebräischen Urtext der Bibel wird Gott grammatikalisch als männlich definiert (Infos habe ich mangels eigener Hebräischkenntnisse von hier). 

So, wie aber jede/r von uns sogenannt "weibliche" als auch "männliche" Charakterzüge in sich vereint, denke ich, dass Gott nicht nur Eigenschaften besitzt, die traditionell als "männlich" gelten. Beispiel: "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet." (Jesaja 66,13). Der starke Gott fühlt mit seinen Menschen und tröstet sie zärtlich - was für eine schöne Vorstellung. 

Andere weiblich konnotierte Eigenschaften, von denen ich überzeugt bin, dass Gott sie besitzt: Er freut sich an schönen Dingen in der Natur. Er kommuniziert seine Gefühle und Gedanken - in der Bibel manchmal ziemlich wortreich. (Beides kommt in den beiden Reden Gottes am Ende des Buches Hiob zum Ausdruck.) Er ist gerne Gastgeber und lädt Leute zu sich nach Hause, in den Himmel, ein.

Dazu der Kurzfilm "She" von NOOMA, den ich mir gestern im Gratis-Rental geschnappt habe. Die Aktion ist leider vorbei - anzuschauen gibt's den Film aber für knapp einen US-Dollar auf www.flannel.org.